WS 14/15b

"Basalt"

 

Dr. Tatjana Gluhak (JGU, Mainz)

Dienstag, den 20.01.2015, 18.00 Uhr s.t.

Hörsaal 13 (Forum 7)

 

Gluhak_Basalt_Bild

 

 

 

Die Nutzung von Basalt als Rohmaterial für Werkzeuge und andere Artefakte während des Chalkolithikums und der Frühen Bronzezeit I in der südlichen Levante bedeutet eine auffällige Präferenz, die über die Materialeigenschaften basaltischen Gesteins hinausgeht. Oft bedeutet dies eine Vorliebe für einen Rohstoff, der nicht aus der Umgebung kommt. Dies wirft wichtige

Fragen bezüglich der sozio-funktionalen Bedeutung dieses Materials auf, insbesondere hinsichtlich der Rohstoff-Beschaffung, Transportwege und -entfernungen, sowie der Art der sozialen und ökonomischen Mechanismen, durch die diese Basalt-Artefakte weitergegeben wurden. Da die Herkunft basaltischen Gesteins genau bestimmt werden kann, stellt es ein ideales Instrument zur Rekonstruktion von Handels- und Austauschsystemen dar. Der Vortrag wird eine kurze Einführung in den geologischen Hintergrund des Forschungsgebiets geben und stellt laufende Untersuchungen zu Basaltobjekten sowie vorläufige Ergebnisse vor.

 

SoSe 14c

"Jordanien - Impressionen"

Sommerfest und Volkmar-Fritz-Vortrag

 

PD Dr. Hans-Peter Kuhnen (Universität Mainz)

Dienstag, den 22.07.2014, 18.00 Uhr

Raum 00-415 (Forum 4)

 

Kuhnen_JordanienImpressionen

Staubig und trocken, so mag der Eindruck für den Reisenden sein, der nach Jordanien kommt. Dabei hat sich hier auch eine reiche Kultur entwickelt, die zwar eher in der machtpolitischen Peripherie liegt und doch viele Entwicklungen adaptierte und zu etwas Neuem umsetzte. Namentlich dieNabatäer mit ihrer Residenzstadt Petra machten so Jordanien für alle Zeit bekannt.
Der Vortrag von PD Dr. Kuhnen ist ein Reisebericht anlässlich einer Exkursion nach Jordanien im Frühjahr 2014. Er zeigt in Bild und Wort aktuelle Aufnahmen bekannter Ortslagen in Jordanien und führt den ständigen Kulturwandel bis in aktuelle Zeit vor Augen.

 

Volkmar_fritzVolkmar-Fritz-Vortrag 2014
Volkmar Fritz, 1938-2007, studierte Evangelische Theologie und Archäologie in Tübingen, Berlin, Heidelberg, Marburg , Bonn und Jerusalem. Er leitete die Grabungen in Tel Masos, Kinneret und Fenan. Er war apl. Prof. an der Universität Mainz und vermachte nach seiner Emeritierung seine umfangreiche Keramiksammlung  dem Institut. Seiner Leistung im Bereich der Forschung und der Verständigung zwischen Deutschen und Israelis wollen wir mit der Widmung eines jährlichen Vortrages gedenken.

 

SoSe 14b

"Archäologische Ausgrabungen in Petra"

Dr. Karl-Uwe Mahler (Universität Mainz)

Dienstag, den 17.06.2014, 18.00 Uhr

Hörsaal 10 (Forum 7)

 

Der Vortrag gibt einen Überblick zu der im Herbst 2011 initiierten jordanisch-deutschen Kooperation zwischen der University of Jordan (Amman) und dem Institut für Klassische Archäologie (Mainz). Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde die Grabung auf el-Katuteh von 1981 zusammen mit dem damaligen Ausgräber Nabil I. Khairy fortgesetzt.
Neben der Ausgrabung kommen in verstärktem Maße Methoden zerstörungsfreier Prospektion zum Einsatz, um die punktuell aus den Grabungsschnitten gewonnenen Informationen zu ergänzen und den Stellenwert des gesamten Hügels als topographische Einheit im Siedlungsgefüge zu bestimmen. In diesem Zusammenhang bietet die besondere Fächer- und Institutionenkonstellation an der Johannes Gutenberg-Universität hervorragende Voraussetzungen für weitergehende Untersuchungen. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Geowissenschaften ermöglicht den umfassenden Einsatz geophysikalischer Methoden.

Nach Ausweis der während der Grabung angetroffenen Überreste läßt sich eine Besiedelung des Areals von spätestens dem Ende des 2. Jhs. v. Chr. bis in byzantinische Zeit nachweisen. In der späten Phase wurden ältere Strukturen, die um die Zeitenwende entstanden sind, weitergenutzt und umgestaltet. Eine ausgegrabene große Zisterne und eine straßenähnliche Pflasterung, die in Richtung des bereits in der älteren Grabung freigelegten Hofs führt, bestätigen die Annahme, daß sich in dem Areal eine größere Architektur aus nabatäischer Zeit befunden haben muß.

 

 

SoSe 14a

"Keramik zum Anfassen: Interaktiver Studienabend"

Moderation: Dr. Jihad Al-Daire (Jordanien) & Ulrich Hofeditz (Universität Mainz)

Mittwoch, den 21.05.2014, 18.00 Uhr

Raum 00-410 (Forum 4)

KeramikStudienAbend

 

 

Wer Museen kennt und deren wertvolle, vielfach goldene Stücke, der wird sich wohl fragen, warum Keramikscherben, die ja doch nicht vielmehr sind als antiker Müll, für Archäologen interessant sein können. Dabei verhält es sich genau andersherum. Für den Archäologen sind diese Scherben und manchmal auch ganze Gefäße wertvoll, weil diese in chronologische Reihen und funktionale Typen gegliedert werden können. Antike Bauten können somit bis auf wenige Jahrzehnte genau datiert und sogar die Nutzung einzelner Räume diskutiert werden.
Der Studienabend wird unter sachlicher Führung die Sammlung des Seminars des Alten Testaments und Biblischer Archäologie vorstellen. Die Funde stammen zumeist aus dem Gebiet des heutigen Staates Israel und spiegeln die Geschichte der Grabungen, die durch das Seminar durchgeführt worden sind, wider.
Keramik, als antike Alltagsware, wird dabei den Besuchern des Abends in besonderer Weise näher gebracht werden. Verschiedene Scherben dürfen und sollen sogar angefasst werden, so dass Unterschiede in Form, Verarbeitung und in der Keramik als solches, von jedem nachvollzogen werden kann. Über das Verstehen der Nutzung antiker Gefäße, sei es nun als Bierkrug oder Kochtopf, werden die vergangenen Epochen wieder lebendig.

 

 

WS 2013/14c

"Ein Tag (in) Jaffa"

Öffentliches Symposium zum kulturellen Erbe der Stadt

Studientag

 

Bitte beachten Sie, dass Gäste uns jederzeit herzlich willkommen sind, wir jedoch für die Unkosten des Museums einen Eintrittspreis von 9 € in Frankfurt verlagen. Für Mitglieder des Freundeskreises der Biblischen Archäologie ist dieser jedoch kostenfrei.Über eine Mitgliedschaft können Sie sich hier informieren.

Für eine Teilnahme an der Veranstalltung würden wir uns über eine unformale Anmeldung Ihrerseits freuen.

Für Details zur Anfahrt nach Frankfurt informieren Sie sich am Besten beim Internetauftritt des  Bibelhaus Erlebnis-Museum Frankfurt.

Für die Details zur Anfahr und Ortientierung auf dem Campus der Universität Mainz finden Sie hier eine Karte.

Eine hochauflösende Version des Plakates finden Sie hier.

WS 2013/14b

"Jaffa: Tor zum Heiligen Land"

Exkursion in die Ausstellung des Frankfurt Bibelhauses

Dienstag, den 4.2.2013, 16.00 Uhr

im Bibelhaus, Metzlerstr. 19, Frankfurt a.M.

 

Jaffa-Logo_Web-Banner202px_transp

 

Das zweite Mal in diesem Semester präsentieren wir unseren Mitgliedern und Freunden des Freundeskreises der Biblischen Archäologie die Hafenstadt Jaffa. Dazu werden wir uns im Frankfurter Bibelhaus treffen und von Dr. Schefzyk durch die Ausstellung des Hauses geführt werden. Funde aus den Epochen von der Bronzezeit bis in die ottomanische Epoche liegen in den Vitrinen und erläutern die Geschichte alltagsnah und verständlich.

 

Für weitere Informationen können Sie auch unseren Flyer Führung Jaffa - Tor zum Heiligen Land herunterladen.

Für Details zur Anfahrt informieren Sie sich am Besten beim Internetauftritt des  Bibelhaus Erlebnis-Museum Frankfurt.

 

Vortrag WS 13/14 a

"Biblische Archäologie heute: Jaffa"

Vortrag von Dr. Martin Peilstöcker

Mittwoch, den 27.11.2013, 19.00 Uhr

in Hörsaal 13 (Forum Universitatis)

 

Jaffa-Logo_Web-Banner202px_transp

 

Seit Ende September ist im Bibelhaus Erlebnis-Museum in Frankfurt am Museumsufer die Sonderausstellung Jaffa – Tor zum Heiligen Land zu sehen. Mit Hilfe von über einhundert archäologischen Exponaten werden dort wichtige Epochen, Ereignisse und Personen aus 5000 Jahren

IMG_0005

Geschichte des Ortes vorgestellt. Die Ausstellung basiert dabei auf Forschungsergebnissen des Jaffa Cultural Heritage Projects, einem internationalen, interdisziplinären Forschungsprojekts, das das kulturelle Erbe des Ortes untersucht. Das Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie der Johannes Gutenberg Universität ist dabei Projektpartner zusammen mit der Israelischen Antikenverwaltung und der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA).

Jaffa ist in den biblischen Schriften immer präsent, auch wenn der Ort meist nur eine Nebenrolle spielt. Jaffa ist auch einer der am besten erforschten Orte Israels, weit über 100 archäologische Ausgrabungen haben hier seit 1948 stattgefunden. Hilft uns die Archäologie die Bibel zu verstehen? Da ist zum Beispiel die Erzählung vom Bau dIMG_0004es Salomonischen Tempels in Jerusalem. Dazu seien Zedern aus dem Libanon über Jaffa nach Jerusalem gebracht worden. Während die theologische Forschung sich streitet, wie alt der Text wohl sei, zeigen neue Ausgrabungen, dass schon hunderte von Jahren zuvor, in der Spätbronzezeit, Zedern aus dem Libanon nach Jaffa kamen: zum Bau einer Festung der Ägyptischen Besatzungsmacht.

Dies und andere Beispiele der archäologischen Erforschung Jaffas wird der Vortrag präsentieren und zeigen dass die biblische Archäologie auch heute nicht nur ihre Berechtigung hat, sondern auch, dass die Erforschung Jaffas zum besseren Verständnis von Welt und Lebenswelt der Schriften und Zeiten des Alten wie des Neuen Testaments beitragen kann. Die wichtigsten Funde der vergangenen Jahre, die gleichzeitig zu den eindrucksvollsten Exponaten der Ausstellung in Frankfurt gehören, werden in ihrem archäologischen Zusammenhang gezeigt und ihr Weg von Jaffa bis Frankfurt nachgezeichnet.

Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit von Freundeskreis der Biblischen Archäologie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und dem Bibelhaus Erlebnis-Museum Frankfurt in Mainz statt.

IMG_0001

Veränderungen im Vorstand

Mit diesem Semester ergeben sich Neuerungen bezüglich der Zusammensetzung des Vorstands. Stefan Hoehn gibt den Vorsitz an Nike Klostermann ab. Die neugewählte erste Vorsitzende, sowie der für ein weiteres Jahr bestätigte Vorstand, bedankt sich herzlich für das große Engagement und freut sich weiterhin auf die gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren mit Stefan Hoehn.

Zur Vorstellung des Vorstands.

Volkmar-Fritz-Vortrag 2013

"Mainzer Biblische Archäologie: Tradition, Geschichte & Impulse"

von Prof. Wolfgang Zwickel

16.07.2013, 18.30 Uhr

im Ebernburgsaal (00-415, Forum)  der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Nach der Neugründung der Universität Mainz wurde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät ein eigener GallingLehrsArnulf Kuschketuhl für Altes Testament und Biblische Archäologie eingerichtet. Damit wurden Traditionen aufgenommen, die schon seit dem 17. Jh. für die biblische Exegese von Relevanz waren. Gegenüber der Vorkriegsforschung legten die im Bereich der Biblischen Archäologie tätigen Mainzer Wissenschaftler, vor allem Kurt Galling, Arnulf Kuschke und Volkmar Fritz, ganz eigenständige neue Schwerpunkte, die weit über Mainz hinausstrahlten. Galling schuf während seiner Mainzer Zeit neue Grundlagen für die Geschichtswissenschaft auf der Basis der biblisch-relevanten Schriftfunde, Kuschke nahm die archäologische Tätigkeit im Nahen Osten wieder auf, indem er intensiv den Libanon erforschte, und Fritz war der erste deutsche Archäologe, der nach dem zweiten Weltkrieg wieder eine eigenständige Ausgrabung im Bereich der südlichen Levante alleinverantwortlich leitete. Die Arbeit dieser „Veteranen“ der Mainzer archäologischen Forschung wird in dem Vortrag näher vorgestellt.
Volkmar_fritzVolkmar-Fritz-Vortrag 2013
Volkmar Fritz, 1938-2007, studierte Evangelische Theologie und Archäologie in Tübingen, Berlin, Heidelberg, Marburg , Bonn und Jerusalem. Er leitete die Grabungen in Tel Masos, Kinneret und Fenan. Er war apl. Prof. an der Universität Mainz und vermachte nach seiner Emeritierung seine umfangreiche Keramiksammlung  dem Institut. Seiner Leistung im Bereich der Forschung und der Verständigung zwischen Deutschen und Israelis wollen wir mit der Widmung eines jährlichen Vortrages gedenken.

RamatRachel

"Neueste Ausgrabungen in Ramat Rachel  bei Jerusalem"

von Prof. Dr. Manfred Oeming

18.06.2013, 19.30 Uhr

im P204 (Philosophicum)  der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Zwischen Jerusalem und Bethlehem führte 1954 Yochanan Aharoni im Umfeld der Errichtung eines Wasserturms für das Kibbuz Ramat Rahel eine Notgrabung an der bis dahin unbekannten Ortslage durch. Er stieß dabei nach wenigen Spatenstichen auf ein außergewöhnlich sorgfältig bearbeitetes antikes JHD Mauerwerk. Es war sofort klar, dass es sich um keine gewöhnliche Entdeckung handelte, sondern um einen Sensationsfund, um einen in Juda singulär luxuriösen Gebäudekomplex von wahrhaft königlichem Format aus der Eisenzeit II (ca. 600 v.Chr.). Dieser erste Eindruck bestätigt sich in den vier folgenden Kampagnen unter Aharoni (1958-1961) .

Um noch zentrale offene Fragen zu beantworten, wurden die Ausgrabungen 2005-2010 unter Leitung von Oded Lipschits (Archäologe an der Tel Aviv University) und Manfred Oeming (Theologe an der Universität Heidelberg)   erneut aufgenommen.

Der Vortrag von Prof. Oeming am 18. Juni wird diese neuen Funde der letzten Grabungen vorstellen. Er wird eine Antwort auf die Frage geben, welche  tatsächliche Bedeutung der Palast aus der biblischen Epoche in, seiner wahren Größe und Funktion, mit Garten und Wasserinstallationen (persisch „Paradies“) und zahlreichen gestempelten Krughenkeln (lemäläk und jehud) hatte.Ramat_Rachel_Archeological_Park

(Für 2014/15 ist eine Ausstellung der Funde in Heidelberg geplant.)